Die Katze Eleonore
von Caren Jeß
Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung, Bregenz
im Rahmen des »Monospektakel XV«, Solo-Festival 2026
Eleonore ist eine Frau. Bis sie eines Tages merkt, dass sie eigentlich eine Katze ist. Sie lässt sich einen Katzenfellanzug nähen, entmenschlicht sukzessive ihr Ess-, Schlaf- und Sozialverhalten. Ihre Distanzierung von menschlichen Wahrnehmungsformen, die es mit denen einer Katze bei Weitem nicht aufnehmen können, klingt mehr als nachvollziehbar. Man könnte sogar sagen, verlockend. Gleichzeitig bewegt Eleonore sich im Spannungsfeld der Unmöglichkeit, als Mensch tatsächlich eine Katze sein zu können. Die Biologie ist nicht zu überlisten. Trotzdem passt sie sich so weit wie möglich an. Wie sich die Sinne dabei erweitern und Gesellschaft absolut nebensächlich wird, davon erzählt der Monolog Eleonores mit einer Sprache, die in ihrer filigran poetischen Genauigkeit dem Wesen einer Katze sehr nah kommt – bei aller Ambivalenz. Denn der Rückzug des Menschen in die absolute Privatheit stellt auch die drängende Frage nach der Verantwortung, die wir im Einzelnen als Teil einer funktionierenden Gesellschaft tragen müssen.
Mit Maria Fliri || Regie Stephan Kasimir || Bühne · Kostüme Caro Stark
Dauer: ca. 60 Min., keine Pause
Fr 30.1.2026 · 20:00 Uhr · Tonne ➀ im Theaterbau (Jahnstr. 6)
»[…] nichts lächerlich, nichts peinlich, nichts versüßlicht, nichts trivial katzenhaft und auch nichts absurd – alles ist durch und durch inspirierend.« – DIETRICH KULTUR, 26.10.2024
| Vorverkauf/Abendkasse | 22,– € regulär 16,– € ermäßigt |
|---|---|
| mit Festivalpass für 12,– € (nur im Theaterbüro) |
18,– € regulär 13,– € ermäßigt |